Up and running ... -ish

Nachdem ich eine Woche offline war, läuft nun fast alles wieder fast wie es soll. Allerdungs war es zwischendurch etwas stressig …

Donnerstag, 22. Mai

Es fing an mit der Frage eines Bekannten am letzten Donnerstag, ob www.drschroeder.info nur aus bestimmten Netzen zu erreichen sei, er habe vorhin Probleme mit dem Zugriff gehabt.

Freitag, 23. Mai

Als ich am nächsten Tag zu Hause meine Mails abrufen wollte, bestand die Störung offenbar immer noch. Aber die Homepage meines Providers KoryPet war offensichtlich auch betroffen und auf deren Status-Seite hieß es bereits, dass man sich um das Problem kümmere. Na dann. Schade um den Ausfall, aber es würde bestimmt alles werden, schließlich hatte ich gute Erfahrungen mit meinem Provider.

Sonntag, 25. Mai

Die Störung war immer noch die selbe, die Status-Meldung aber auch. Langsam wurde es blöd, nicht wegen der Webseiten, sondern wegen der Mails, die ja nicht mehr ankamen. Schließlich wollte ich keine “permanenten Fehler” bei meinen Mails. Andererseits bekam ich mögliche Statusmails meines Providers allein deswegen nicht, weil ich ja im Moment keine Mails bekam. Nundenn, genau dafür hatte ich seit längerem ein Google-Mail-Konto rumliegen, also Anfrage rausgeschickt. Abends wurde dann die Status-Meldung aktualisiert, dass der Technikpartner noch keine Aussage zur Störung machen könne, man aber für den Vormittag mit einer Klärung rechne.
Nunja, erfreulich war das so zwar nicht, aber dass sowas im langen Wochenende mal länger dauert, passiert wohl mal.

Montag, 26. Mai

Der Vormittag kam und ging und selbst am späten Nachmittag hatte sich weder am Status, noch an dessen Meldung etwas geändert. Das Verhalten meines Providers, oder vielmehr das Fehlen eines solchen, war zwar komisch. Aber bei einer kleinen Firma konnte sowas einfach irgendwann mal passieren. Mein Plan war aber trotz allem, meinem Provider treu zu bleiben, sollte dies ein einmaliger Ausrutscher bleiben.

Im Laufe des späten Nachmittags und Abends fing ich also an, per Mail den KoryPet-Support zu nerven, soll heißen: Die Support-Mailadressen mit ein paar Anfragen zu versehen. Am späteren Abend kam mir dann die Eingebung, mal Google zu dem Thema zu befragen, vielleicht gab es ja andere Leute, die mehr Infos zu der Störung hatten. Und tatsächlich, ich fand einen Blog-Eintrag von Christian Meyer darüber, dass VD-Server (das ist der Service von KoryPet) seinen Betrieb einstellt. Zum 31.5. (was meinen Server angeht).

Uff.

Nun, mein Ausfall war ein technisches Problem, das konnte man daran sehen, dass andere Hostrechner von KoryPet noch erreichbar waren, aber jetzt wurde es eng. Andererseits: Ohne den Ausfall hätte ich von dem Abschalten nichts mitbekommen, da die Mail wohl verloren gegangen sein musste…

Also, weitere Mails und noch mehr Druck gemacht. Denn wie das so ist, fehlte mir natürlich ein Backup. Ich war ja gerade erst mit vollem Programm wieder auf diesen Server gezogen (vorher war er als secondary MX und secondary DNS im Einsatz) und hatte Backup zwar auf der ToDo-Liste, aber eben auch nur da. Gleichzeitig bin ich auf die Suche gegangen nach einem Ersatzprovider.

Dienstag, 27. Mai

Da Mails ja nichts nützten, gings neben Mails nun auch per Telefon weiter, aber der Support war nicht zu erreichen.
Später am Tag kam dann eine Mail — erstmal nur eine Frage, ob die Mail durchkam, und dann tatsächlich bis spät in die Nacht ein intensiver Mailwechsel. Offensichtlich waren Mails vorher nicht bei mir auf Googlemail angekommen, weil Google eine Mail einfach nicht annimmt, wenn eine “Weiterleitung und Kopie behalten” eingerichtet ist und die Weiterleitung nicht funktioniert. Lustig. Nun, das hatte ich aus einer Laune heraus in der letzten Nacht deaktiviert und nun ging’s also.

Das Ergebnis des ganzen: Peter Hovorka, der Eigentümer von KoryPet und gleichzeitig — bekanntermaßen — der Mitarbeiter, der den ganzen Betrieb an Laufen hielt, ist wohl leider so erkrankt, dass er die ganze Sache sein lassen muss. (Hierzu habe ich auch detailliertere Informationen bekommen, die ich aber bewußt an dieser Stelle nicht breittrete.) Das in Kombination mit der erforderlichen Abwicklung — von der ich eigentlich hätte per Mail unterrichtet sein sollen — und der Tatsache, dass gerade zwei Hostserver abgeraucht waren, hat die ganze Sache auch von Seiten KoryPets nicht besonders einfach gemacht. Aber Frau Imle, der zweite mir bekannte Kopf von KoryPet, zeigte sich sehr bemüht, dass ich auf jeden Fall noch an meine Daten kommen werde. Allerdings war klar, dass nur einer der beiden Hostserver repariert werden könne, für den anderen würden aber Images der Platten hergestellt werden können.

Nunja, Umzug ist Umzug, und der neue Server bei Vanager war inzwischen auch in Betrieb genommen, nur ohne Konfiguration und Daten.

Mittwoch, 28. Mai

Im Laufe des Tages wurde klar, dass “mein” Host endgültig hinüber war, aber es wurde, wie versprochen das Disk-Image bereitgestellt. Abends konnte ich dann ausprobieren, wie schnell man so Daten und Konfigurationen auf einen Rechner übertragen kann, wenn man unter Streß steht. In der Nacht liefen dann auch wieder alle wichtigen Dienste: Exim, Dspam, Greylistd, Blacklistd, Mailman, Dovecot, Apache. Und das ganze mit den lange schon überfälligen neuen SSL-Zertifikaten. Ok, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, aber im Moment sieht es so aus, als würde alles wie gewünscht laufen.

Fazit

  • Es ist nie zu früh für einen funktionieren Backup-Mechanismus. Wenn ich mich in den letzten Tagen über jemanden geärgert habe, dann mehr über mich, als über KoryPet. Das Ersatzsystem hätte ich wohl auch so erst aufgesetzt, nachdem ich von der Betriebseinstellung gehört hatte, es hätte also auch so länger gedauert. Aber wenigstens eine schlaflose Nacht hätte es mir erspart. Ratet mal, was ich für den neuen virtuellen Server als erstes eingerichtet habe… Und mit Rsnapshot sowie einem kleinen Wohnungsserver, der sowieso jede Nacht die Arbeit übernehmen kann, ist das sogar ganz einfach.
  • Bitte rede nicht drüber, mich nervt es am meisten” funktioniert bei den Menschen in meiner Umgebung. :-)
  • Gute Besserung, Peter Hovorka! Auch wenn es jetzt ein blödes Ende war: Der persönliche, unkomplizierte, immer freundliche Einsatz bei jedem Problem waren es die Jahre wert.

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Kommentare

Mach es gut Korypet....

Und auch von mir gute Besserung Peter Hovorka! Schade, dabei hat alles 2002 so vielversprechend begonnen, doch allein die Tatsache das es auf den Seiten von Korypet nicht mehr viel los war ließ mich nichts Gutes ahnen. Auch bei mir gab es keine Benachrichtigung per E-Mail, doch zum Glück war ich noch in der Lage letzten Samstag (31.05.2008) alle wichtigen Daten herunterzuladen und hoffe bis zum nächsten Samstag zumindest die grundlegensten Funktion meine Homepage wieder herzustellen. Ich hatte übrigens bis zu 30.05.2008 keine Probleme mit der Erreichbarkeit meiner Domäne.
Ich bin mal auf die Qualität meines neuen (alten) Providers (Greatnet) gespannt, auch wenn ich auf den relativ engen Kunden-Kontakt wie einst bei Korypet verzichten muss. An dieser Stelle wünsche ich dem Korypet-Team für die Zukunft alles Gute auch wenn ich den “VD-SERVER” vermissen werde.